Am 26. und 27. Oktober fanden in Trieben in der Steiermark zwei Rennen des ÖRV-ZMS-Querfeldeincups statt. Am Nationalfeiertag, dem ersten Renntag, erwartete die Sportler wunderschönes Herbstwetter, mit angenehmen Temperaturen.
Auf dem flachen Rundkurs entwickelte sich ein schnelles Rennen und es war lange Zeit eine große Führungsgruppe an der Spitze. Durch den eher einfachen Rundkurs konnte sich kein Fahrer entscheidend absetzten.

In der vorletzten Runde attackierte allerdings Chase-Teamfahrer Manfred und er schaffte es, die 6-Mann Führungsgruppe entscheidend zu zersplitten. Lediglich der Kärntner Robert Gehbauer konnte Manfred lange folgen. Bei einem erneuten Antritt in der letzten Runde konnte aber auch er nicht mehr mitgehen und Manfred fuhr zu seinem vierten Sieg in der laufenden Querfeldein-Saison.

Über Nacht sorgte ein Wetterumschwung für völlig neue Bedingungen für den zweiten Renntag. Der Kurs wurde durch den Regen zu einer Rutschpartie und kühle Temperaturen von nur rund 5° C sorgten in Kombination mit dem Niederschlag für sehr schwere Bedingungen. Manfred kam an diesem Tag leider nicht so richtig auf “Betriebstemperatur”.

Er fuhr erneut lange Zeit in einer größeren Gruppe, am Ende hatte er allerdings die wenigsten Reserven übrig und er musste sich mit dem 6. Rang begnügen. Angesichts seiner großartigen Erfolge der vergangenen Wochen scheint dieser Platz fast ein wenig enttäuschend. Für Manfred war aber immer klar, dass seine Siegesserie nicht ewig halten kann, denn auch die anderen Athleten sind gut in Form. Auch der 6. Platz ist im mittlerweile doch recht großen nationalen Fahrerfeld noch immer eine beachtliche Leistung.

Eine “Bucket-List” ist eine nach belieben erweiterbare Freizeit-ToDo Liste. Bei ambitionierten Rennradfahrern beinhaltet sie meistens die weltbrühmten Anstiege wie das Stilfser Joch, Alp d’Huez oder den Col du Galibier. Wenn es eine richtige Herausforderung werden soll erweitern der Monte Zoncolan in Italien oder der Alto de Angliru in Spanien, sie zählen zu den härtesten in Europa, die “mindestens einmal im Leben” Ausfahrten. Doch all diese asphaltieren Pässe reichen nur bis zu einer Höhe von maximal 2500 Meter über dem Meer. Zieht man nun auch andere Länder in Betracht in denen es sich hervoragend Fahrrad fahren lässt, liest man von monumentalen Anstiegen die weit über 3000 vertikale Meter zu überwinden haben.

An Taiwans Ostküste, bei der Taiwan KOM Challenge, erwartet die Teilnehmer so ein Megaanstieg. Die Eckdaten um von Meereshöhe auf die Wuling Passhöhe zu gelangen sind:

-84 Kilometer Länge

-3485 Höhenmeter (Passhöhe 3275 Meter)

-Rampen mit 12 – 27% Steigung

-ein 10 km langes Finale mit durchschnittlich 10% Steigung

Diese Werte sind bei erster Betrachtung schwer vorstellbar, nachdem es auf der Insel aber mehr als 250 Erhebungen über 3000 Meter gibt, wird es leicht nachvollziehbar. Der Wuling Pass ist Taiwans höchstgelegene Strasse.

Für eine deratige Beanspruchung kommt nur das leichteste Material in Frage. Alle Möglichkeiten Gewicht am Körper, Bekleidung, Rad und Laufrädern zu reduzieren werden ausgenutzt.

Das Rennen startet um 6 Uhr früh an der Pazifikküste am Stadtrand von Hualien mit einer 18 km langen neutralisierten Phase. Die Temperaturen untertags liegen bei angenehmen 25°C nur geringfügig höher als in der Nacht, somit war es vom Start weg eine “Kurz-Kurz” Angelegenheit. In der zweiten Reihe hinter aktiven und zurückgetretenen Profis wie Laurens Ten Dam und Emma Pooley, ging Felix sehr gut positioniert ins Rennen. Die Sonne ging über dem Horizont langsam auf, es herrschte wenig Nervosität im Peleton.

Bis Kilometer 18 wurde eingrollt und die Stimmung genossen, dann nach der Brücke über den Fluss Shilin fällt der Startschuss. Die Taktik für den ersten Teil des Rennens über die kurzen Rampen und leicht ansteigenden Zwischenstücke hieß: Dranbleiben so lang es geht und Sinn macht. An der Spitze wurde erwatungsgemäß ein hohes, aber unregelmäßiges Tempo angeschlagen. Die stufenförmigen Wellen in die Taroko Schlucht verlangten zeitweise 400 Watt um den Kontakt zur ersten Gruppe halten zu können. Bei km 38 habe ich mich für mein eigenes Tempo entschieden und bin noch einige Zeit mit einer kleineren Gruppe mitgefahren. Die Gruppe mit zwei erfahrenen Locals peilte eine Zeit von 4 Stunden an.

Aus der atemberaubbenden Schlucht mit hundert Meter hohen Felswänden, schlängelt sich die enge Strasse ins offenere, sonnige Gelände und bietet sensationelle Ausblicke über das Tal. Die Wattwerte pendeln zwischen 250 bis 270 Watt und die Temperaturen steigen noch. Die Windungen der Serpentinen schrauben sich unaufhörlich in die Höhe und bald stehen schon 2000 Höhenmeter auf dem Garmin.

Die tropische Vegetation zu Beginn des Rennens weicht zunehmend Nadelbäumen, bis zu dem lang erwarteten Tunnel, der die kurze Abfahrt zur Guanyuan Tankstelle einleitet. Eine mehr als willkommene Abwechslung, denn ab der Labestation beginnt vielen Aussagen nach “das zweite Rennen”. Es sind weitere 15km bis zur Ziellinie und die Steigung nimmt immer weiter zu. Es hat mittlerweile frische 15°C bei kräftigem Sonnenschein und konstantem Wind. Der Schutz der Bäume nimmt ab. Die verbleibenden 10 Kilometer stellen die Teilnehmer vor konstante 10%  bergauf und dort wo die Luft schon richtig dünn wird, wartet eine 800 Meter lange Prüfung mit 27%. Selbst mit einer bergtauglichen Übersetzung von 34-32 fällt die Kadenz stark ab, das Risiko einen Krampf zu erleiden oder sogar sein Rad zu schieben zu müssen ist hoch. Durch das konservative Pacing im mittleren Teil hatte Felix noch Reserven zur Verfügung die bis zu einem kurzen Flachstück knapp vor dem Ziel reichten. Mit der Passhöhe im Blickfeld wird der letzte Kilometer zur fast nie endenwollenden Tortur. Der Wiegetritt schmerzt und die Atmung ist hastig, doch die Euphorie und der Ehrgeiz drehen die Kurbel und Laufräder weiter.

Vom Einbiegen in die Taroko Schlucht bis zur Zielline auf 3275 Meter vergingen 4 Stunden 35 Minuten bei einer Normalized Power von 251 Watt. Im internationalen Vergleich mit einer hohen Leistungsdichte konnte sich Felix auf Rang 109 von 576 Teilnehmern platzieren. Zu den Resultaten geht es hier.

Ternitz im Bezirk Neunkirchen war am 20. und 21. Oktober Schauplatz von zwei spannenden Renntagen im Querfeldein-Sport.

Chase-Fahrer Manfred zeigte dabei einmal mehr seine aktuelle Topform. Beim Rennen am Samstag holte er nach spannendem Kampf seinen bereits dritten Sieg in Folge. Nachdem er zwei Runden vor Schluss bereits einen kleinen Vorsprung auf seine Verfolger herausgefahren hatte, leistete er sich in einer Kurve leider einen selbstverschuldeten Ausrutscher.

Er war zwar schnell wieder auf dem Rad, doch sein Vorsprung war dadurch wieder zunichte. Somit war das Rennen wieder völlig offen und es ging in einer Drei-Mann Spitzengruppe in die letzte Runde. Doch Manfred erwies sich einmal mehr als der aktuell stärkste Fahrer in Österreich. Mit einer Attacke gelang es ihm, seine übrig gebliebenen Verfolger erfolgreich abzuschütteln und als Sieger durch das Ziel zu fahren!

Beim internationalen C2 Rennen am Sonntag hatte er leider gleich zu Beginn großes Pech. Bei einer Drängerei am Start stieg ihm ein Konkurrent in’s Vorderrad, wodurch eine der Speichen zu Bruch ging. Manfred ging als einer der letzten wieder auf den Kurs. Obwohl er noch eine gute Aufholjagd zeigte, hatte er an diesem Tag mit den Spitzenplätzen nichts mehr zu tun. Den Sieg holte der Beliger Braam Merlier, vor dem Tschechen Paprstka und einem weiteren Beliger. Manfred belegte im internationalen Feld als zweitbester Österreicher den 17. Platz.

Bilder (c) by Ernst Teubenbacher

Am 14. Oktober fand in Langenzersdorf am Gelände der Seeschlacht ein Rennen zum ÖRV-ZMS-Querfeldeincup 2018/19 statt. Chase-Teamfahrer Manfred ging nach seinem Sieg in Stadl-Paura in der Vorwoche als einer der Mitfavoriten in den Bewerb. Nach einer spannenden Startphase konnte sich bald eine 4-Mann Spitzengruppe vom Rest des Feldes absetzen. Die Gruppe bestand aus zwei ungarischen sowie zwei österreichischen Fahrern, einer davon war Manfred!


Immer wieder wechselte die Führung, doch lange Zeit konnte sich kein Fahrer entscheidend absetzten. Erst in der vorletzten Runde gelang die vorentscheidende Attacke – Manfred konnte sich mit einer Tempoverschärfung von seinen verbliebenen Verfolgern lösen und seinem zweiten Sieg im Querfeldeincup der Saison 2018/19 entgegenfahren!

Bilder (c) by Ernst Teubenbacher

Am vergangenen Wochenende fand in Stadl-Paura (OÖ) der zweite Lauf des österreichischen Querfeldein-Cups 2018/19 statt. Chase-Fahrer Manfred vom Picher Racing Team war nach seinem zweiten Platz zum Auftakt in Maria Enzersdorf hoch motiviert für einen weiteren Podiumsplatz.

Schon direkt am Start übernahm er erstmals die Spitze und führte das 60 Athleten umfassende Fahrerfeld durch die erste Runde. Danach war das Rennen jedoch lange Zeit von taktischen Spielereien der Spitzenfahrer geprägt. Die Führung wechselte zum Teil mehrmals pro Runde und eine ganze Reihe an Athleten kämpfte lange Zeit um den Sieg sowie die Podestplätze. Für die Zuseher war es auf dem gut einsehbaren Gelände ein äußerst spannendes Rennen. Zwei Runden vor Schluss waren noch immer 5 Fahrer gemeinsam an der Spitze. Doch dann setzte Manfred zur alles entscheidenden Attacke an – bei einem kurzen Anstieg ging er an die erste Position und sprintete den Berg hoch. Sofort konnte er eine Lücke zu den restlichen Verfolgern öffnen und von da an gab es nur noch „Vollgas“. In souveräner Manier konnte er seine Führung ins Ziel bringen.

Die Form ist also im Moment sehr gut und schon am kommenden Sonntag gibt es bei der dritten Cupstation in Langenzersdorf den nächsten Schlagabtausch der heimischen Querfeldein-Elite.

Püntklich zum Saisonstart der Querfeldeinsaison brachte uns das Wetter Cross taugliche Bedingungen, lediglich der Gatsch blieb noch aus. Der schnelle Rundkurs auf dem Mödlinger Freizeitgelände bot sämtliche Feinheiten, die das Herz eines Querfeldeinfahrers – in meinem Fall, einer Querfeldeinfahrerin – höher schlagen lässt. Jede Menge kurze, kräfteraubende Anstiege, schnelle Wiesen-Passagen mit ordentlich Gegenwind und eine Laufpassage in einem Sandbecken, die das Feuer in den Beinen so richtig zum lodern brachte. Das Damenfeld, rund um die WM-Dritte der letzten Saison – Nadja Heigl – wurde gemeinsam mit den Herren auf die Rundstrecke geschickt. 60 Minuten all-out hieß es nun.

Gestartet bin ich sehr gut. Ich habe einen guten Rythmus gefunden, obwohl sich die Herren im Feld zu behaupten versuchten. Meine CHASE MUD Laufräder leisteten exzellenten Grip, auch wenn sie sich nach ein wenig Gatsch gesehnt hatten. ;-)  Lange Zeit war ich auf Platz drei platziert, ehe mir irgendwann die Kraft ausging und ich auf Rang vier durchgereicht wurde. Die kurzen, knackigen Anstiege haben mir ganz schön zugesetz und so erreichte ich völlig erschöpft aber doch glücklich als Viertplatzierte die Ziellinie.

Vielen Dank an das gesamte CHASE Team für die tolle erste Auflage des CHASE CROSS. Es war wahrlich ein Erfolg!